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Absurde Technik

Musik, Film und Fernsehen sind schon längst digital geworden. Können PC, Fernsehen und Musik vernetzt werden? Oder ist das nur Theorie? Kann mein Fernseher Filme aus dem Internet zeigen? Und wie bringe ich meiner Stereoanlage Internetradio bei? Immerhin bin ich Informatiker und so wollte ich mal wieder den Puls der Zeit fühlen.

Meine absurden Erlebnisse beim elektronischen Hochrüsten des Wohnzimmers zeigen den Stand der Technik, aber auch, dass das wahre Leben witziger ist als jede Komödie. Doch alles schön der Reihe nach.

Meine Installation

Im Sommer 2008 habe ich mein Wohnzimmer elektronisch aufgerüstet. So sieht meine neue Installation aus:

Die Geräte sind wie folgt verkabelt:

Geräteverkabelung

Cablecom Wanddose: Von der Wanddose verwende ich zwei Stecker, einerseits den Antennenanschluss für den Cablecom HD Receiver und andererseits den Anschluss für das Modem.

Cablecom Modem: Das Modem bedient das Telefon und stellt den Internetzugang her.

Netgear Router: Der Netgear Router FVS338 ist Firewall und VPN-Endpunkt für den Support meiner Familie und Freunde.

Hewlett-Packard Media Center PC: Dabei handelt es sich um den HP Pavilion Elite m9270.ch Desktop-PC. Darin eingebaut findet man eine NVIDIA Grafikkarte GeForce 7900 GS mit HDMI-Ausgang (liefert ein HD-Signal), einen Blueray-Player, eine analoge TV-Karte und dazugekauft eine Marian Trace Alpha Soundkarte. Der PC hat Windows Vista Home Premium mit dem Windows Media Center installiert. Dazu gehört eine Fernsteuerung.

Cablecom HD Receiver: Der HD Receiver von Cablecom wurde in der Zwischenzeit durch den HD Recorder ersetzt.

Philipps HD-Fernseher 42PFL9603: Der Fernseher liefert ein sehr ansprechendes HD Bild. Er empfängt Signale vom Cablecom HD Receiver, vom PC oder von der Wanddose das althergebrachte analoge TV-Signal. Der Fernseher hängt auch am PC-Netzwerk und – zumindest theoretisch – am Internet.

Dennon analoger Verstärker DRA-935R: Ein inzwischen 18-jähriger analoger Verstärker mit integriertem analogem Radio-Tuner. Den Verstärker wollte ich nicht ersetzen, da er immer noch hervorragenden Musikgenuss gewährleistet, die Musikboxen hohen Ansprüchen genügen und weil der ganze Rest (Fernseher und PC) schon teuer genug waren. Der Verstärker empfängt die Audio-Signale des Fernsehers und des PCs.

Logitechs programmierbare Fernbedienung Harmony One: Die Harmony One ersetzt die Fernsteuerungen des Fernsehers, des HD Receivers, des PCs und des Verstärkers.

Heute, da (fast) alles funktioniert, habe ich folgende Möglichkeiten

Digitales Fernsehen in HD-Qualität über den HD Recorder von Cablecom oder von der Blueray-Disk des PCs. Mit HD gehen einem die Augen auf! Ohne HD fühle ich mich fast wie sehbehindert.

Digitales Fernsehen in Standard-Qualität: Über den Cablecom Recorder oder aus dem Internet, entweder mit Programmen wie Zattoo oder Nello oder – und das ziehe ich definitv vor – mit dem Windows Media Center. Speziell die Medienbibliotheken von ZDF und SF finde ich genial, so ziemlich das geilste was es gibt. Da kann ich deren Eigenproduktionen zu jeder beliebigen Zeit abrufen. Und die Bildqualität des Windows Media Centers ist beachtlich, fast so gut wie ein analoges Signal.

Analoges Fernsehen entweder direkt aus der Wanddose oder via die analoge TV-Tunerkarte im PC. Ich sehe jedoch nie mehr analog fern, wegen der Bildqualität und der eingeschränkten Senderauswahl.

Filme kann ich ab Blueray-Disk (HD-Qualität) oder ab DVD mit dem PC ansehen. Leider habe ich noch keinen HD-fähigen Video-OnDemand Anbieter im Internet gefunden, der auch die Schweiz bedient. Wenn Du einen kennst, sag’s mir bitte. Den OnDemand Service der Cablecom verwende ich nie, weil die Filmauswahl sehr beschränkt und auf ein eindeutig nicht-intellektuelles Publikum zugeschnitten ist. Und wenn ich mir mal einen HD-Videorecorder kaufe, kann ich den am PC oder direkt am Fernseher anschliessen.

Musik: Meine ganze CD Sammlung ist im PC gespeichert und inzwischen kaufe ich rege neue CDs indem ich diese vom Sofa aus direkt aus dem Internet runter lade. Ich könnte CDs auch mit dem PC abspielen, aber einfacher ist es, man lädt diese einmalig in den PC und spielt sie dann mit dem Media Center ab. Vor einer Party kann ich schnell mal 15 CDs zum Abspielen in die Warteschlange stellen und schon habe ich den ganzen Abend schöne Musik.

Digitales Radio bekomme ich via Cablecom Box und Fernseher oder mit dem Media Center aus dem Internet. Im Media Center verwende ich das Plug-In von Shout Cast, welches zig-tausend Sender zur Verfügung stellt. Zum Beispiel hören wir oft http://www.energy927fm.com/. Das erinnert uns an unsere USA Ferien im Sommer 20008. Das Media Center kann auch Musik aufnehmen und mit Titel- und Interpreteninformationen aus dem Internet versehen.

Analoges Radio hören kann ich mit dem mit dem analoger Verstärker von Dennon. Im Gegensatz zum Fernsehen, ist analoges Radio dem digitalen qualitativ immer noch ebenbürtig, wenn nicht gar überlegen. Einzig die Senderauswahl ist natürlich eingeschränkt.

Bilder: Meine Bildersammlung ist natürlich auch schon längst auf dem PC verfügbar. Und mit dem Media Center kann man eine “Dia-Show” auf einfachste Weise mit Musik hinterlegen. Ab und zu verwende ich den Fernseher wie einen Bilderrahmen.

Alle auf dem PC gespeicherten Bilder, Filme und Audio-Dateien kann ich auch von meinen anderen Computern im Haushalt abrufen. Speziell hilfreich um iPods und PDAs mit Musik zu bestücken. Auch der Fernseher kann darauf via Netzwerk direkt zugreifen. Diese Funktion verwende ich jedoch nie.

Fernsteuerung: Die Harmony One ist – einmal richtig konfiguriert – wirklich intelligent. Ein Knopfdruck reicht, um alle für ein bestimmtes Szenario benötigten Geräte ein und alle anderen aus zu schalten und um alle Signal-Ein- und -Ausgänge korrekt zu verbinden. Beispiel: Habe ich analoges Radio gehört und möchte nun mit der Cablecom Box fern sehen, reicht ein Knopfdruck um den Dennon Verstärker auszuschalten (fall ich denn den Ton nicht auch über diesen laufen lassen möchte), den Fernseher und die Cablecom Box ein zu schalten und dem Fernseher zu sagen, er soll das Bildsignal vom HDMI-Eingang 1 beziehen, wo die Cablecom Box angeschlossen ist. Möchte ich dann zum Media Center wechseln, lässt sie den Fernseher das Bildsignal vom HDMI-Eingang 2 beziehen, wo der PC dran hängt, schaltet sie den Verstärker wieder ein und lässt diesen das Audio-Signal vom PC beziehen und schaltet die Cablecom Box ab.

Was die wunderbare Technik heute noch nicht schafft

Den PC muss ich noch von Hand einschalten. Hintergrund: Die Fernsteuerung kann nur einen PC aus dem Stand-By einschalten aber meine Audio-Karte liefert in diesem Fall keinen Ton. Ich hoffe das kommende Service Pack 2 von Windows Vista löst dieses Problem endlich, sonst muss ich auf Windows 7 warten.

Sehr gerne würde ich das HD-Signal des Cablecom Recorders auch in den PC schleusen und dort aufnehmen und weiter verarbeiten wollen. Doch das ist wohl noch eine Frage von leistungsfähigerer PC Hardware? Und natürlich hat die Cablecom Box nur einen HD Ausgang und der PC keinen HD Eingang. So fragt man sich, wieso der HD Recorder einen Ethernet-Anschluss hat.

Generell ist der Cablecom Recorder funktional behindert. So können die Sender nicht nach eigenem Geschmack umsortiert werden und aufgenommene Filme können nicht geschnitten werden (zumindest habe ich diese Funktion nicht gefunden). Schade ist auch, dass die Bildqualität des HD Recorders deutlich hinter jener des HD Receivers zurück bleibt. Der Unterschied ist markant.

Der Fernseher kann zwar als Media Center Client auf Musik und Filme des PCs zugreifen, doch das ist eher stiefmütterlich und funktioniert nicht in allen Fällen. Auch ist mir nicht klar, wieso der Fernseher einen Netzwerkanschluss hat, aber keinen Browser und kein Email Programm anbietet. Selbst neuere Firmware kann er nicht direkt vom Internet herunter laden.

Funkschalter von Conrad Electronic: Eigentlich wollte ich alle Geräte per Fernsteuerung vom Stromnetz nehmen können, speziell weil der Cablecom HD Receiver auch im Standby Strom wie ein Weltmeister verbraucht – man könnte Spiegeleier darauf braten! Doch hat sich zerschlagen weil sich die bestellten Schalter schon nach wenigen Stunden für immer ausgeschaltet haben. Ich hab’s dann nicht mehr versucht. Immerhin hat Conrad Electronic die Schalter anstandslos zurück genommen. Die Schalter waren auch Funk-basiert und nicht Infrarot-gesteuert und somit nicht von der Harmony One steuerbar. Wenn mir jemand gute Infrarot-gesteuerte Schalter nennen kann, wäre mir das eine Hilfe! Ich würde auch gerne meinen WLAN-Router (oben nicht gezeichnet) so ein- und ausschalten.

Ich habe keine Satelliten-Schüssel aufgestellt und ich habe keine digitale Surround-Sound Musikanlage gekauft.

Generell wünschte ich mir, dass ich nicht mehr überlegen muss, ob ich ein Fernseh- oder Videosignal analog, digital, von der Cablecom Box oder als Stream aus dem Internet beziehe, genau so wenig interessiert es mich, ob ein bestimmter Radiosender analog oder digital von der Cablecom Box, dem Dennon Tuner oder als Stream aus dem Netz kommt. Auch sollten die Konzepte der Medienbibiliotheken von ZDF uns SF weiter ausgebaut werden. Gleiches sollte auch für OnDemand Filme und CDs möglich sein.

Liebe Weltkonzerne, sputet Euch!

Nun wird’s lustig…

Nun aber endlich zu den angekündigten, höchst absurden Aspekten dieser ganzen Technik-Wundertüte, zu den eigenartigen Aussagen und Antworten der Angestellten der verschiedenen involvierten Firmen, und den unglaublichen Täuschmanövern dieser ach-so-klugen Firmen. Wir wissen es alle – in der Computer-Welt ist das reale Leben meist komischer als jede Satire. Hier folgt die Hitparade meiner Alpträume:

Hewlett-Packard: Da kaufe ich also einen Media Center PC von Hewlett-Packard, einen PC der speziell für digitale Medien ausgerüstet sein soll, der unter anderem einen Blueray-Player und eine HD-fähige Grafikkarte umfasst.

  • Aber ausgerechnet Blueray-Filme kann ich mit dem Media Center nicht abspielen. Hewlett-Packard legt dafür ein absolut untaugliches Anfängerprogramm bei, das weder mit der Fernsteuerung bedient werden kann, noch sonst was taugt. Ich muss selbst ein Plug-In kaufen um HD Material direkt aus dem Media Center zu schauen.
  • Verbindet man die analogen Audioausgänge der eingebauten Soundkarte mit dem Dennon Verstärker will man das Wohnzimmer fluchtartig verlassen. Ich habe noch selten so grauenhafte Musik gehört. Das Signal klirrt, brummt, scheppert und ist unerträglich. Mir bleibt nichts anderes übrig, als eine professionelle Audio-Karte (Marian Trace Alpha) dazu zu kaufen.
  • Auch will ich ja eigentlich Musik hören und nicht den PC. Liebe HP, baut doch bitte leise Media Center PCs.
  • Der PC hat zwar einen Standby Modus, doch verwendet man diesen, ist nach dem Wiedereinschalten der Ton weg. Das dürfte ein Problem von Microsoft sein, aber auch Marian hat keine wirkliche Antwort bereit.

Der Fernseher von Philips wurde mit einer veralteten Firmware geliefert. Die Dipl. Ing. Fust AG ist offenbar nicht in der Lage, sicher zu stellen, dass der Kunde aktuelle Produkte erhält. Aber das kann ja für einen Informatiker nicht wirklich ein Problem darstellen – so denke ich. Handbuch lesen, Website von Philipps besuchen, neue Firmware runter laden und … Ich hab’s nicht kapiert. Der Download enthält nicht die in der Beschreibung erwähnte Datei. So wende ich mich per Mail an den Support von Philipps. Nach einigem Hin und Her ist das Ergebnis: Philipps schickt mir – nach rund zwei Wochen – einen USB-Stick per altmodischer Post mit der notwendigen Software. Philipps ist nicht in der Lage mir einen funktionierenden Download per Web oder Email zu zu stellen. Dass der Fernseher auch am Netzwerk und somit am Internet angeschlossen ist, hilft nicht. Es gibt keine direkte Upgrade-Funktion.

Vor Logitech hatte ich mal Respekt und ich war von der Qualität ihrer Produkte überzeugt, aber das ist nun definitiv vorbei. Die Harmony One ist zwar ein tolles Teil, wenn man es schlussendlich schafft sie zu konfigurieren. Aber das braucht ganz schön Nerven.

  • Die Software ist unverständlich – ich würde gar sagen unverstehbar. Sehr viele Masken und man weis nie, wo man starten muss, um nach dem x-ten Schritt das Gewünschte konfigurieren zu können. Bei mir läuft so etwas unter dem Stichwort Pfui-GUI. Noch nie etwas von Drag-and-Drop gehört? Ich frag mich, wie lange Logitech ein Produkt verkaufen will, dass derart erklärungsbedürftig ist. Jedenfalls meine vielen Anrufe und Mails dürften deutlich höhere Kosten zur Folge gehabt haben als der Kaufpreis des Teils. Ich hab mich schon gewundert, wieso so viele Telefonnummern auf dem Beipackzettel waren.
  • Kommt hinzu, dass das Ding offenbar einen Wackelkontakt hat (sollte ein Bewegungsmelder sein) und daher ab und zu mal wieder durchstartet.
  • Aber das wohl lustigste war die Aussage eines – wohlverstanden sehr netten – Supportmitarbeiters. Also, ich kaufte diese Funkschalter welche nach kurzer Zeit den Geist aufgegeben haben. Bevor ich diese kaufte, schaute ich auf der Logitech Website nach, ob die Fernsteuerung diese Funkschalter unterstütz. Ja, tut sie. Nach Eingabe von Hersteller und Modell erhielt ich einen grünen Haken. Nach vielen erfolglosen Versuchen die Dinger mit der Fernsteuerung anzusprechen erklärt mir dieser Mitarbeiter, dass die Datenbank, welche man über die Website zur Kompatibilität abfragen kann, aus Einträgen entsteht, die Kunden machen, wenn Sie versuchen ihre Fernsteuerungen dafür zu konfigurieren. Ob diese Versuche jemals von Erfolg gekrönt waren, wird nicht geprüft. Es gibt keine Qualitätskontrolle dieser Datenbank durch Logitech. Der grüne Haken will wohl heissen, der Kunde war noch grün hinter den Ohren, oder was?

Dipl. Ing. Fust AG: Die obigen Produkte kaufte ich bei der Dipl. Ing. Fust AG. Na ja, das sind viele nette, gut aussehnde, aber unwissende Verkäufer. Verkäufer die zur Not auch mal Lügen? Wenn man fragt, ob das Produkt dies oder jenes kann, ist die Antwort grundsätzlich immer ja. Bei mündlichen Versprechen wird es schwierig diese einzufordern. Aber zum Glück lies ich mir den Verkaufsprospekt kopieren. Da stand, der PC hätte einen HDMI-Ausgang. Nach dem Auspacken stellte ich jedoch fest, dass dem nicht so ist. Erst versuchte man mich für dumm zu verkaufen und einen DVI-HDMI-Übergangsstecker anzudrehen. Erst als ich in der Dokumentation des Fernsehers schwarz auf weis zeigen konnte, dass damit ein Signalverlust einhergeht, lenkte man ein. Man tauschte mir die Grafik-Karte aus. Als ich dann mit dem PC wieder Zuhause ankam, stellte ich fest, dass ein Virus auf dem PC ist. Danke!

Cablecom – ein Drama in 100’000 Akten. Wir wissen es ja alle, die Amis wollen die Schweizer ausnehmen.

  • Eigentlich wollte ich ja einen HD Recorder von Anfang an, aber Cablecom hat rund ein Jahr Verspätung gehabt das Gewünschte zu liefern. Nachdem ich schon ein Jahr gewartet habe und der Recorder schon ein halbes Jahr verspätet war, bestellte ich also erst einmal den Receiver.
  • Aber immer wenn ich den HD Receiver frisch eingeschaltet hatte, dauerte es zwischen 10 und 20 Minuten, bis er sich geruhte auf die Fernbedienung zu reagieren. Danach ging es. Man muss also um 19.10 Uhr die Box einschalten, wenn man um 19.30 Uhr die Tagesschau sehen will. So rufe ich den berühmten Support von Cablecom an. Nicht nur einmal warte ich 30 und mehr Minuten, um anschliessend einen völlig überraschten Mitarbeiter zu sprechen, der nicht glauben kann was ich ihm erzähle. In letzter Verzweiflung bat man mich dies und jenes zu versuchen – jedes mal mit einer Pause von mindestens einem Tag, denn ich musste dann ja die Box erst wieder ausschalten und warten bis sie “abgekühlt” ist. Und wenn sie dann zum nächsten Versuch bereit ist, hies es ja erst wieder 20 Minuten warten und dann wieder 40 Minuten Musikgeklimper am Support-Nabel. Nach mehreren solchen Runden, jedes Mal mit einem neuen, ebenso ungläubigen Mitarbeiter, entschloss sich dieser, mir einen Boxentausch anzubieten. Es sei doch selbstverständlich, dass man mir eine kaputte Box austauschen würde. Das dauerte dann zwei Wochen, bis das Christkind kam. Doch – oh Schreck – die neue Box bestand ebenso auf 20 Minuten Aufwärmzeit! Völlig entnervt rief ich erneut die heisse Linie von der Kabel kommt an. Offenbar hatte das Schicksal nun Erbarmen mit mir, denn die Dame am anderen Ende meinte, es sei doch ein bekanntes Problemchen, dass dieser Infrarot-Empfänger etwas sensibel sei. Ich soll einfach so ein braunes Klebband vorne neben dem Display, vor den Infrarot-Empfänger kleben. Und wirklich, man glaubt es kaum: Das war die Lösung! Cablecom ist also weder in der Lage den Geräten einen Beipackzettel mit einem entsprechenden Hinweis dazu zu packen, noch wissen die vielen netten Mitarbeiter Bescheid. Sie finden auch nichts in Ihrer Supportdatenbank.
  • Nachdem das dann endlich funktionierte, konnte nach weiteren 6 Monaten Cablecom endlich den HD Recorder ankündigen. Sofort habe ich diesen bestellt. Nach einem Monat schrieb ich dann mal ein Mail, wo das Teil denn bliebe, ob es etwa Lieferengpässe gäbe? Mehrere solche Anfragen blieben unbeantwortet. Als ich es dann wieder über den Support-Nabel versuchte, wurde ich erst mal wieder von Pontius zu Pilatus verbunden, bis mir dann einer der Herren sagte, er löse meine Bestellung noch nochmals aus. Am Abend rief mich dieser Herr jedoch an und sagte, er hätte gesehen, dass diese erneute Bestellung zu einem Fehler in ihrem System geführt hätte. Er könne da nichts mehr tun, ich soll mich doch bitte am Montag an die nächste Telefonnummer wenden. Man bemerke, Cablecom Mitarbeiter können sich nicht gegenseitig eine Notiz zustellen – oder sie wissen, dass ihre Kollegen nicht lesen (können/dürfen). So ging es weiter und weiter und weiter und drei lange Monate später kam dann endlich diese Box. Ich wollte schon einen braunen Klebstreifen auf den Telefonhörer kleben (ist ja auch von Kabel kommt).

Netgear: Weil ich ja jetzt etwas mehr Bandbreite brauche, um übers Internet fern zu sehen, habe ich bei Cablecom meinen Internetzugang auf 15’000 KBits/s erhöhen lassen. Dann stellte ich fest, dass mein alter Router da nicht mehr mitkommt. Da dieser von Netgear ist und ich eigentlich sehr gute Erfahrungen mit Netgear hatte, bestellte ich ein Nachfolgemodell. Zuerst wunderte ich mich, dass auch Netgear einen etwas umständlichen Support hat. Ich wurde gebeten mich an die Firmen-Hotline zu wenden, nur weil es sich um einen VPN-Router handelte. VPN verwende ich, um Freunden und Familie sicheren remote-Support bieten zu können. Das hat seit Jahren bestens funktioniert. Nun wollte ich also ein leistungsfähigeres Nachfolgemodell wieder mit den VPN-Routern meiner Freunde und meiner Mutter verbinden. Das ging nicht. Nach endlosem hin und her – ich zweifelte schon daran, ob das Produkt wirklich von der gleichen Firma stammt – fanden wir heraus, dass eines der Passworte nur Buchstaben und Ziffern, aber keine Sonderzeichen enthalten darf. Im Jahr 2008 darf man doch gar keine Passworte mehr verwenden, die nicht auch Sonderzeichen enthalten. Lebt Netgear hinter dem Mond? Bei VPN geht es doch um eine sicherheits-relevante Komponente!

Marian: Mit der Soundkarte Trace Alpha rettete mich Marian. Die einzige Firma im Verein, welche tadellosen Service bot. Nur leider warte ich immer noch auf den Treiber-Update, welcher den Powersafemodus unterstützt.

So, das war’s für den Moment. Vor all den weiteren kleinen lästigen Details von nicht funktionierender Software will ich Euch verschonen.

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